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Weizen

Weichweizen (Triticum aestivum) auch Saatweizen oder Backweizen genannt

Die Botaniker gliedern die Weizenarten in drei Abstammungs- oder Zuchtlinien:

  • EINKORN-REIHE (Hartweizen/Grießweizen)
  • ZWEIKORN/EMMER-REIHE (Hartweizen/Grießweizen)
  • DINKEL-REIHE (Weichweizen/Mehlweizen)

Alle Weizenarten gehören mit lateinischen Namen zur Gattung "Triticum", das ist der römische Name für Weizen, hinzu kommt der adjektivischer Art-Name wie z.B.:

  • Triticum durum (hart) = Hartweizen
  • Triticum spelta (spalten) Spaltkorn = Dinkel
  • Triticum aestivum (weich) = Weichweizen

Weizen ist der Sammelbegriff für sechs verschiedene Triticum-Arten. dennoch wird überall bei Landwirten wie im Handel das populärste Getreide der Welt schlicht als Weizen bezeichnet. Genau genommen ist, wenn von Weizen gesprochen wird, Triticum aestivum gemeint.
Weichweizen hat keinen einzigen wilden Vorfahren, sondern ist durch mehrmaliges Hybridisieren mit anderen Triticum- und Wildgrasarten entstanden.

Weizenfeld 2009

Erst zur Zeit der Römer wurde der Weichweizen großräumig angebaut. Bis dahin waren die bespelzten Formen Einkorn, Emmer, Dinkel und auch Gerste weit verbreitet.
In Deutschland ist Weichweizen erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zur häufigsten Brotfrucht geworden.
Bis dahin war - abgesehen vom regional begrenzten Dinkelanbau - rund 1000 Jahre lang der Roggen das Brotgetreide.

Weizen stellt an Klima, Boden und Wasserversorgung höhere Ansprüche als andere Getreidearten.

Es gibt Winter und Sommerformen, wobei in Deutschland überwiegend (90%) die Winterform angebaut wird, da der Ertrag wesentlich höher ist.

Der Weizen erreicht Wuchshöhen von etwa 0,5 bis 1,5 m. Der Halm ist rundlich und von der Gesamterscheinung wirkt der Weizen dunkelgrün und die Ähre gedrungen.
Morphologisches Unterscheidungsmerkmal sind die kurzen bewimperten Blattöhrchen, die, im Gegensatz zur Gerste, den Halm nicht umschließen, das Blatthäutchen ist mittelgroß und gezähnt.

Winterweizen wird im Herbst ab Ende September mit ungefähr 390 Körnern pro m² (140-220 kg/ha) ausgesät.
Weizen ist ein Dunkelkeimer, bei feuchtwarmem Boden keimen die Samenkörner schnell und laufen in ca. 15-20 Tagen auf.
Die kleinen Pflanzen bilden Nebensprossen (Bestockung) aus und überwintern.

Wie alle Wintergetreidearten benötigt auch Winterweizen zum Abbau der Schosshemmung eine Vernalisation (notwendige Kältephase) durch Frosttemperaturen.
Die Hauptbestockung findet im Frühjahr statt und ist stark sortenabhängig.
Obwohl Winterweizen (sortenabhängig) bis ca. -20 ° C frostresistent ist, bevorzugt er insgesamt ein gemäßigtes Klima.

Mit dem Ährenschieben nach außen bei drei bis fünf Ähren tragenden Halmen pro Pflanze und der folgenden Blüte ist die Pflanzenentwicklung abgeschlossen. Nach der (Selbst-)Befruchtung entwickeln sich die Körner.

Weizenaehre

Die Höhe der Inhaltsstoffe hängt von der Sorte, der Düngung und der Wassermenge (Regen) ab. Gegen Wildkräuter und Pilze sind im konventionellen Anbau mehrere Pflanzenschutzanwendungen erforderlich. Für einen optimalen Ertrag ist auch eine ausreichende und ausgeglichene Nährstoffversorgung notwendig, wobei insbesondere die Stickstoffdüngung in mehreren Gaben (Portionen) erfolgt.

Die Ernte findet im Hochsommer des auf die Aussaat folgenden Jahres statt, wobei der Durchschnittskornertrag bei 80 dt/ha liegt. Als Spitzenwerte werden Kornerträge von über 110 dt/ha erreicht.
Weichweizen stellt die freidreschende, also spelzfreie Nacktform des Weizens dar. Die Ähren sind kompakter als die locker aufgebauten Dinkelähren und sie weisen hohe Stärke/Mehlgehalte auf, darum werden sie Weichweizen genannt und aus küchentechnischer Sicht unter Mehlweizen eingeordnet.

Das Stroh verbleibt gehäckselt auf dem Feld um organische Masse in den Boden zu bringen (Humusaufbau) oder es wird als Einstreu für die Tiere zu Ballen gepresst und abgefahren.

Unter Wechselweizen versteht man einen Sommerweizen, der bereits im Herbst (November/Dezember) des Vorjahres ausgesät werden kann.

Unter Weizengrassaft versteht man den Saft von den kleinen grünen Keimlingen des Weizens, der in der Alternativmedizin zur Vorbeugung gegen diverse Krankheiten empfohlen wird.

Unter Spriesskornweizen versteht man einen Weizen der mit einem speziellen Reinigungsverfahren in vielen Durchgängen von sämtlichen Beimengungen (nicht richtig ausgebildete Körner, sämtliche Gesäme, Erdklümpchen und Steine) die kleiner und größer, schwerer und leichter wie das Getreide sind, gereinigt und anschliessend zusätzlich noch qualitätsverlesen wird.

Aus gesundheitlichen Gründen sollte man allerdings nur Backwaren oder Müsli aus dem vollen gemahlenen oder geschroteten Korn des Weizens geniessen, denn im Auszugsmehl sind kaum noch lebensnotwendige B-Vitamine enthalten und es verstoffwechselt in unserem Körper zu reinem Zucker.

Weichweizen zählt zu den wichtigsten Weltwirtschaftspflanzen, mit Mais und Reis steht er an der Spitze der jährlichen Weltgetreideernte.

Weichweizen wird in mehrere Qualitätsstufen eingeteilt:

  • E = Eliteweizen
  • A = Qualitätsweizen
  • B = Brotweizen
  • K = Keksweizen
  • C = sonstige Weizen (Futterweizen)

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Gerste

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Wintergerste

Sieht doch toll aus, oder?

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Roggen

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Aufgenommen am 6. August 2011

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